Erkenntnisreiche Veranstaltung zum Thema Bildung

Veröffentlicht am 28.10.2010 in Veranstaltungen

Quelle: HT

Am Donnerstag den 21.10.2010 fand im Sitzungssaal des Schrozberger Rathauses die dritte von vier Veranstaltungen aus der Reihe „Für eine bessere (gerechtere) Schule in Baden-Württemberg.“, der SPD im Landkreis Schwäbisch Hall, statt.

Thema dieser Veranstaltung war:

„Welche Erwartungen haben wir an unser Schulsystem?“

Der Erörterung dieser Frage stellten sich die folgenden fünf Podiumsteilnehmer: Als Vertreter der Gemeindeverwaltung Schrozberg Bürgermeister Klemens Izsak, von der Bildungsgewerkschaft GEW Frau Margit Wohner, Schuldekan Kurt Wolfgang Schatz von der Evangelischen Kirche und als Vertreterin der Handwerkskammer Heilbronn-Franken Frau Kerstin Lüchtenborg. Als Gesprächsleiter konnte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, Herr Dr. Frank Mentrup, gewonnen werden. Als zusätzlicher Gast konnte zudem der Landtagsabgeordnete der SPD des Wahlkreises Schwäbisch Hall, Nikolaos „Nik“ Sakellariou, vom Ortsvereinsvorsitzenden Frank Weiß begrüßt werden.

Die Themen der sehr informativen und gut besuchten Veranstaltung waren unter Anderem, die Bedeutung von kleineren ländlichen Schulen im Gegensatz zu größeren Schulzentren und die Qualität der schulischen Ausbildung in Bezug auf Klassengrößen und Stundenplanung. Aber auch die Bedeutung der Hauptschule heute und in der Zukunft sowie der Bildungsstand der Schulabgänger beim Eintritt in ein Ausbildungsverhältnis wurden diskutiert.

Die zahlreich erschienenen Gäste, unter denen sich Eltern, Lehrer und auch Rektoren befanden, beteiligten sich engagiert an der Diskussion und stellten wichtige, aber auch unbequeme Fragen ans Podium. Auf diese Weise konnte jeder der Teilnehmer seinen Standpunkt klar verdeutlichen. So beklagte z.B. Clemens Izsak den mangelnden Freiraum der Schulen und deren Träger bei der Umsetzung und Einführung der neuen Werkrealschule. Er sprach sich gegen die Zusammenlegung von Schulen und die damit entstehenden großen Klassen aus. Kerstin Lüchtenborg erläuterte die Sichtweise und Vorstellungen der ausbildenden handwerklichen Betriebe, welche die Schulabgänger nach deren Abschluss „übernehmen“ und hob hervor, wie wichtig wohnortnahe Schulen sind. Es sei wichtiger die Schüler individuell zu fördern, anstatt frühzeitig zu selektieren - auch mit dem Blick auf die fehlenden Fachkräfte gerichtet. Margit Wohner konnte, auch auf Grund ihrer eigenen Position als Realschullehrerin, die Problematiken unseres Bildungssystems aus Sichtweise der Lehrkräfte aufzeigen und schilderte wie sehr Kinder unter dem gegenwärtigen Schulsystem leiden. Schuldekan Schatz stellte gleich zu Beginn klar, dass bei all den Handlungen die Schüler im Mittelpunkt stehen sollten und dass die Gemeinden abgehängt werden, in denen zukünftig die Schulen schließen müssen, weil sie nicht die geforderten Schülerzahlen haben. Auch er sprach sich für ein längeres gemeinsames Lernen aus und hielt sechs Jahre für förderlich. Dr. Frank Mentrup, als bildungspolitischer Sprecher der Landes-SPD, führte das Gespräch souverän und erläuterte zu den jeweils angesprochenen Themengebieten die Position der SPD-Fraktion. So versprach er, dass die SPD in einer Regierungsverantwortung, die Grundschulempfehlung abschaffen wird.

Nik Sakellariou fasste zum Schluss die Erwartungen zusammen. An Veränderungen im bestehenden Schulsystem in der Richtung länger gemeinsam lernen in kleineren Klassen vor Ort.

Abschließend ließ sich eindeutig erkennen, dass sowohl die erschienenen Gäste, wie auch die Podiumsteilnehmer die gleiche Auffassung zum Thema Schule und Bildungspolitik vertreten:

Reformen und Veränderungen sind dringend notwendig um individueller auf Schüler eingehen zu können und um die Situation für alle Beteiligten an Schulen in Baden-Württemberg zu verbessern.



Die zentrale Abschlussveranstaltung der Reihe findet am 25. November um 19:30 Uhr im Bürgertreff Roter Buck in Crailsheim statt. Dort sollen weitere Antworten auf die Fragen zu einer besseren Schule für alle vom SPD-Landesvorsitzenden Nils Schmid beantwortet werden.

 

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