Die Kräfteverhältnisse in der Arbeitswelt sind extrem einseitig

Veröffentlicht am 30.07.2021 in Pressemitteilungen

Karl Eichele, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Gaildorf - Limpurger Land, Kreisrat und langjähriger Betriebsrat antwortet mit dieser Pressemitteilung zum Artikel "Die tickende Zeitbombe", dort geht es um Fachkräftemangel. 

Die Kräfteverhältnisse in der Arbeitswelt sind extrem einseitig

Schon wieder ein Klagebericht von Herrn Lohr über den Fachkräftemangel in der Region Heilbronn-Franken.

Aber wie passt das zusammen, dass unsere so erfolgreichen Unternehmen, Hidden-Champions und Weltmarktführer dann trotzdem vielfach ihren ausgelernten Fachkräften und/oder den Neueinstellungen nur befristete Verträge geben?

Wie passt es zusammen, dass immer weniger Firmen nach Tarifvertrag bezahlen und aus der Tarifbindung aussteigen? Sie können es sich erlauben. Kaum jemand wehrt sich dagegen. In den letzten Jahren ist eine Arbeitnehmerschaft herangewachsen und herangezogen worden, die den Sinn und Zweck einer Gewerkschaft und eines Betriebsrates nicht kennt. Jeder ist sich nur noch selbst der Nächste. „Stattdessen ist man stolz, Teil eines erfolgreichen Teams zu sein“ und wie die Parolen der Corporate Identity sonst so lauten.

Ein gemeinsamer Kampf um bessere Bedingungen findet kaum noch statt.

Unsere Urgroßväter und Großväter haben, teilweise unter Einsatz ihrer Gesundheit, für die Bildung von Gewerkschaften, Betriebsverfassung und Tarifverträgen gekämpft, für die 40- oder 35 Stunden-Woche, für höhere Löhne, für Gesundheitsschutz und mehr Urlaub usw. Das wird von den Arbeitgebern Stück für Stück geschliffen. Was ist los mit der aktuellen Arbeitnehmerschaft? Bessere Rahmenbedingungen für den Kampf um anständige und unbefristete Arbeitsverträge als in Zeiten von Fachkräftebedarf gibt es kaum. Aber dazu muss man sich organisieren und für gemeinsame Interessen eintreten und streiten, „dem Chef zeigen, wo der Hammer hängt“. Es geht um einen berechtigten Interessenausgleich zwischen Kapital und Arbeit. Die Arbeitnehmer*innen sollten sich wieder verstärkt in Gewerkschaften zusammenschließen und ihre Interessen offensiver vertreten.

 

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